Jeder versteht unter dem Begriff etwas anderes. Ursprünglich
benennt er ausschließlich einen objektiven Mangel an verfügbarem Einkommen um den
Bedarf an existenziellen Grundbedürfnissen wie Nahrung, Kleidung oder einer
Wohnung zu decken. Manche sehen in ihm darüber hinaus gleichbedeutend das drängendstes
Motiv von Kriminalitätsdelikten oder etikettieren Empfängern von
Arbeitslosengeld II den Begriff widerspruchslos ans Revers. Wiederum andere nehmen
Sie lediglich als Problem der Wenigen wahr, von Menschen, die sich nicht
genügend angestrengt haben: Armut.
„Das Gesetz macht alle auf
erhabene Weise gleich. Es verbietet allen Menschen, unter Brücken zu schlafen,
auf den Straßen zu betteln oder Brot zu stehlen - den Armen ebenso wie den
Reichen.“
(France, französischer
Schriftsteller)